Nach 30 Tagen mit einer KI-gestützten Dokumentationslösung sank der Anteil der von Burnout betroffenen Behandelnden in einer US-amerikanischen Studie von 51,9 auf 38,8 Prozent. Gleichzeitig berichteten die Teilnehmenden von weniger kognitiver Belastung, einer höheren Aufmerksamkeit für ihre Patientinnen und Patienten und durchschnittlich 54 Minuten weniger Dokumentationsarbeit außerhalb der regulären Arbeitszeit.

Solche Ergebnisse zeigen, wie stark eine automatisierte Gesprächsdokumentation den Praxisalltag entlasten kann. Mit x.scribe steht diese Funktion direkt in den Praxissoftwarelösungen medatixx, psyx, x.isynet, x.vianova und xentro zur Verfügung. Praxen können das Add-on aktuell 28 Tage kostenlos und unverbindlich testen.

Was ist x.scribe?

x.scribe ist ein Add-on für die KI-gestützte Echtzeit-Transkription. Während des Behandler-Patienten-Gesprächs zeichnet die Anwendung das Gespräch auf und erstellt daraus eine strukturierte Zusammenfassung. Diese wird an die Anforderungen der medizinischen beziehungsweise therapeutischen Dokumentation angepasst und kann anschließend in die Praxissoftware übernommen werden.

Die Grundlage bilden medizinische KI-Sprachmodelle des medatixx-Partners Corti. Die Modelle werden in mehreren Durchläufen trainiert und schrittweise optimiert.

Für die Praxis bedeutet das: Sie müssen nicht mehr jede Information während des Gesprächs selbst eintippen oder im Anschluss aus Stichpunkten rekonstruieren. Stattdessen prüfen und bearbeiten Sie den von x.scribe erstellten Entwurf.

Wie x.scribe im Praxisalltag entlastet

Eine typische Situation: Während der Behandlung wechseln Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Blick immer wieder zum Bildschirm. Nach dem Termin müssen Sie unvollständige Notizen ergänzen. Ein Teil der Dokumentation bleibt bis zum Abend liegen.

x.scribe setzt genau an dieser Stelle an.

Weniger Schreib- und Nachbereitungsaufwand

Die KI erstellt aus dem Gespräch eine strukturierte Dokumentation. Standardisierte und individuell anpassbare Vorlagen erleichtern die weitere Bearbeitung. Das kann insbesondere bei regelmäßig wiederkehrenden Gesprächs- und Dokumentationsabläufen Zeit sparen.

Mehr Aufmerksamkeit für das Gespräch

Wenn weniger Informationen parallel eingetippt werden müssen, können Sie sich stärker auf Ihr Gegenüber konzentrieren. Blickkontakt, Rückfragen und nonverbale Signale lassen sich leichter wahrnehmen.

Diesen Effekt stützt auch eine 2025 in „JAMA Network Open“ veröffentlichte Multicenter-Studie. Nach 30 Tagen mit einem sogenannten Ambient AI Scribe bewerteten die Teilnehmenden ihre Fähigkeit zur ungeteilten Aufmerksamkeit im Patientengespräch auf einer Zehn-Punkte-Skala durchschnittlich 2,05 Punkte besser.

Geringere kognitive Belastung

Dokumentation beansprucht nicht nur Zeit. Sie erfordert auch Konzentration: zuhören, medizinisch einordnen, formulieren und gleichzeitig das Gespräch weiterführen.

In der genannten Studie verbesserte sich die Bewertung der dokumentationsbezogenen kognitiven Arbeitslast durchschnittlich um 2,64 Punkte auf einer Zehn-Punkte-Skala. Der Anteil der Behandelnden mit Burnout-Symptomen ging von 51,9 auf 38,8 Prozent zurück.

Die Ergebnisse dürfen allerdings nicht überinterpretiert werden. Es handelte sich um eine freiwillige Vorher-nachher-Befragung von ambulant tätigen Behandelnden in sechs US-amerikanischen Gesundheitssystemen, nicht um eine randomisierte klinische Studie. Zudem wurde eine andere KI-Plattform als x.scribe untersucht. Die Resultate belegen daher nicht die konkrete Wirkung von x.scribe, liefern aber Hinweise auf den möglichen Nutzen dieser Technologieklasse. Bei mehreren Studienbeteiligten bestanden außerdem Verbindungen zum Anbieter der untersuchten Lösung.

Strukturierte Dokumentation bleibt überprüfbar

x.scribe erstellt einen Dokumentationsentwurf, ersetzt aber nicht die fachliche Prüfung. Behandelnde können die Zusammenfassung kontrollieren und bei Bedarf anpassen.

Diese Nachbearbeitung bleibt wichtig. KI-Systeme können Inhalte missverstehen, auslassen oder unzutreffend zusammenfassen. Die medizinische Verantwortung liegt weiterhin bei der behandelnden Person. Gerade Diagnosen, Medikationen, Dosierungen und Verneinungen sollten deshalb aufmerksam geprüft werden.

Der Vorteil: Sie beginnen nicht mehr mit einem leeren Dokument, sondern mit einer bereits strukturierten Grundlage.

Datenschutz und Hosting in der Europäischen Union

Bei der Verarbeitung medizinischer Gesprächsinhalte ist Datenschutz eine zentrale Voraussetzung. Nach Angaben des Anbieters werden die Server von x.scribe ausschließlich innerhalb der Europäischen Union betrieben. Die Anwendung ist laut Produktinformation DSGVO-konform.

Unabhängig von der technischen Lösung sollten Praxen die eigenen Datenschutzprozesse prüfen. Dazu gehören insbesondere die Information der Patientinnen und Patienten, der Umgang mit Einwilligungen sowie klare interne Zuständigkeiten.

In welchen Praxisprogrammen ist x.scribe verfügbar?

x.scribe kann in folgenden Praxissoftwarelösungen genutzt werden:

  • medatixx
  • psyx
  • x.isynet
  • x.vianova
  • xentro

Für den 28-tägigen Test benötigen Sie bei medatixx und psyx mindestens die Version 1.95. Bei x.isynet und x.vianova muss das Quartals-Update 26.3 installiert sein.

Anschließend finden Sie x.scribe bei medatixx und psyx links im Menü. In x.isynet und x.vianova erscheint die Funktion in der oberen Symbolleiste. Nach dem Anklicken führen Sie Hinweisfenster durch die Aktivierung.

Eine vorherige Buchung in mein.medatixx ist für den kostenlosen Test nicht erforderlich.

x.scribe 28 Tage kostenlos testen

Praxen können x.scribe für 28 Tage kostenlos und unverbindlich ausprobieren. Nach Ablauf des Testzeitraums endet der Zugang automatisch. Es entsteht keine weitere Verpflichtung.

Die Aktivierung des kostenlosen Tests ist bis zum 31. Oktober 2026 möglich. Wenn Sie den vollständigen Testzeitraum von 28 Tagen ausschöpfen möchten, müssen Sie x.scribe spätestens am 3. Oktober 2026 aktivieren.

Testen Sie x.scribe direkt in Ihrer Praxissoftware und prüfen Sie unter realen Bedingungen, wie gut die KI-gestützte Dokumentation zu Ihren Abläufen passt. Bei Fragen zur Installation, Aktivierung oder Nutzung unterstützt Sie das Delfs-Team gerne persönlich.

Quelle